Grundschule Alpenrod
Schulstraße 8
57642 Alpenrod
Tel.: 02662 / 7790

Chronik

Das erste nachweisbare Schulgebäude befand sich an der Nordseite des alten Kirchhofes, wurde 1751 jedoch verkauft, weil es zu klein und baufällig geworden war. Eine neue Schule wurde durch den Kauf eines neuen Hauses südlich vom Kirchhof eingerichtet.
Der erste fassbare Alpenroder Lehrer war Aßmann Krack. Man weiß von ihm nur, dass er aus Alpenrod stammte, Lehrer war, und im Jahre 1680, als seine Tochter heiratete, bereits gestorben war. Im Jahre 1819 wurde das Schulgebäude an Peter Quad verkauft und von dem Erlös die noch heute vorhandene Schule gebaut. Das neue Schulgebäude beinhaltete ursprünglich zwei Klassenzimmer sowie zwei Wohnungen für die Lehrkräfte. Das erste Wohngebäude für den Lehrer wurde erst 1888 gebaut.
Die Schulklassen waren zu dieser Zeit gemischt, das heißt evangelische und katholische Schulkinder wurden gemeinsam unterrichtet. Im Jahre 1793 verzichtete der damalige Lehrer Wilhelm Sort auf das Schulgeld der katholischen Kinder und ermöglichte somit den katholischen Einwohnern Alpenrods einen eigenen Dinglehrer anzuwerben.
Aber auch in Dehlingen und Hirtscheid gab es eine Schule, in denen die Schüler von Dinglehrern unterrichtet wurden.
Im Jahre 1817 wurden, entsprechend der nassauischen Schulorganisation, die vier Schulen in einer Schule vereinigt, so dass die Schulkinder aus den drei Dörfern bzw. Ortsteilen künftig die Schule in Alpenrod besuchten. Bereits ein Jahr später besuchten 170 Schülerinnen und Schüler die Alpenroder Gesamtschule. In Folge des hohen Schüleraufkommens ordnete die Landesregierung eine weitere Stelle, den Schulgehilfen, an.
Vor dem Jahre 1805 dienten den Schülern als Lehrmaterial zunächst die Bibel, das Gesangbuch und der Katechismus. Dann kamen, auf Anordnung der Landesregierung, vier bis fünf Lesebücher hinzu, die aus Mitteln der Schul- oder Armenkassen finanziert wurden.
Zweieinhalb Jahre später, am 1.6.1822, wurde in Alpenrod eine Industrieschule (vgl. heute Handarbeitsschule) eingerichtet.
1859 trennte man den Glöckner- /Küsterdienst vom eigentlichen Amt des Lehrers. Auch das Gehalt des Lehrers erhöhte sich von 230 Gulden auf 400 fl. im Jahr und die Stelle des Schulgehilfen wurde fortan in eine zweite Lehrerstelle umgewandelt. Dieser "zweite Lehrer" erhielt ein Gehalt von jährlich 250 fl. 24 Jahre später (1883) wurde sogar eine dritte Lehrerstelle geschaffen.
Im Jahre 1885 besuchten 206 Kinder die Alpenroder Schule. Diese Zahl läßt sich auf die einzelnen Ortsteile wie folgt aufteilen:
Alpenrod 149 Schüler, Dehlingen 32 Schüler, Hirtscheid 13 Schüler, Neuhof 11 Schüler, Weltersteiner Hof 1 Schülergs_alt_bmp

Im Winter jedoch wurde für die Kinder aus Dehlingen und Hirtscheid in ihren Wohnorten eine einklassige Schule eingerichtet. Der 3. Lehrer, mit Wohnsitz in Alpenrod, übernahm die Funktion eines Wanderlehrers. Er begab sich morgens in die eine und am Nachmittag in die andere Schule. Die Reihenfolge spielte hierbei keine größere Rolle und blieb dem Lehrer überlassen.
Von den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts an bis zum Jahre 1968 wurde die Schule in Alpenrod überwiegend als dreiklassige Schule geführt.
Die Streitigkeiten zwischen Eltern und Schulinstitutionen führten letztendlich dazu, dass Anfang der 20er Jahre eigene Schulgebäude in Dehlingen und in Hirtscheid genehmigt wurden.
Die Grundsteinlegung für die Dehlinger Schule erfolgte am 16. Mai 1920. Die Einweihung der Hirtscheider Schule fand am 4. Dezember 1923 statt.

 

Die neuen Schulen brachten jedoch eher Probleme als Nutzen mit sich, denn in den Folgejahren machten sowohl häufiger Lehrerwechsel als auch Lehrermangel einen weiteren Schulbetrieb unrentabel. Die Folge davon war, dass die Hirtscheider Schüler ab Januar 1939 in die Erbacher Schule eingeschult wurden und die Dehlinger Schüler ab November 1940 in die Schule nach Alpenrod mussten.
Als Neuerung zur Organisation der "Drei-Klassen-Schule" (zeitweise auch "Zwei-Klassen-Schule") kam am 1. 12. 1966 über die bisherigen acht Schuljahre ein neuntes Jahr hinzu.
Das Ende der über die Jahre hinweg dauernden "Zwei- bzw. Drei-Klassen-Schulen" erfolgte am 8. Mai 1968, als der rheinland-pfälzische Landtag ein Gesetz über die Grund-, Haupt- und Sonderschulen verabschiedete. In der Öffentlichkeit wurde diese Reform zuvor lange Zeit lebhaft diskutiert.
Die Reform sah zum einen vor, dass das ein- und zweiklassige Schulsystem abgeschafft wird. Zum anderen, dass die bisherigen Schulformen in größeren und leistungsfähigeren Systemen zusammengefasst werden und Jahrgangsklassen eingerichtet werden. Des weiteren sollte fortan eine Fremdsprache gelehrt werden.
In Folge dessen wurden die einklassigen Schulen in Hirtscheid und Lochum aufgelöst und dem Schulbezirk Alpenrod zugewiesen. Die Volksschule Alpenrod wurde nach der Aufnahme der Schüler aus Hirtscheid und Lochum ab dem 28. August 1968 vierklassig.
Aufgrund steigender Schülerzahlen ab dem 1. 8. 1971 fünfklassig.
Durch die Einbeziehung der Schüler aus Dreifelden und und Linden wurde die Alpenroder Schule ab dem 7. 1. 1972 sogar sechsklassig.
Durch den Bau einer Hauptschule im Schulverband Hachenburg im gleichen Jahr, sollten die zur Verbandsgemeinde gehörenden 33 Gemeinden einbezogen werden. Am 18. April 1972 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau der Hauptschule Hachenburg sowie für die Rundsporthalle.
Nach der Fertigstellung dieses Schulgebäudes, ergab sich auch für die Gemeinde Alpenrod eine neue schulorganisatorische Gliederung. Von diesem Zeitpunkt an besuchten die Schüler der Oberstufe (5. bis 9. Jahrgang) die Hachenburger Hauptschule. An die Stelle der Volksschule folgte die am 1. August 1973 neu gegründete Grundschule in Alpenrod. Die Grundschule umfasste daher nur noch die erste bis vierte Klassenstufe. Zugleich erfolgte eine Erweiterung des Schulbezirks Alpenrod um die Gemeinde Steinebach mit den dazugehörigen Ortsteilen Langenbaum, Seeburg und Schmidthahn. Zur diesem Zeitpunkt besuchten 175 Kinder die sechs Klassen in der neu gegründeten Grundschule von Alpenrod. Entsprechend der sechs Klassenstufen wurden die Räumlichkeiten, auf Initiative der Gemeinde Alpenrod, durch bauliche Maßnahmen auf sechs Unterrichtsräume erweitert.
1986 erfolgte der Bau einer Schulturnhalle. Ab dem Jahr 1992 erfolgten großzügige Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen des alten Grundschulgebäudes auf Veranlassung der Verbandsgemeinde Hachenburg, als dem seit 1972 zuständigen Schulträger der Grundschule. Nach etwa zweijährigen Modernisierungsarbeiten, standen den Schülern, Lehrern und Eltern seit der Einweihung am 30.4.1994 insgesamt acht Klassenräume sowie ein unterteilbarer Mehrzweckraum und ausreichende Neben- und Verwaltungseinrichtungen zur Verfügung.